1rst Support Crowdfunding: John Allen.

John Allen? Der Singer-Songwriter aus Hamburg? Ja, genau der.

John Allen - On The RoadGenau der ist der erste prominente Support, der mich bei der Crowdfunding-Kampage für meinen Roman “Druckstaueffekt” unterstützen wird. Und zwar mit etwas sehr persönlichem, nämlich dem handgeschriebenen Text zu dem wunderbaren Song “On The Road”.

Was damit gemacht werden wird, wird noch nicht verraten, aber ich kann die Geschichte vom Warum erzählen: Als Musikjournalistin hab ich immer irgendwas laufen – arbeiten ohne Musik geht gar nicht. John Allen war mir beim Frank-Turner-Konzert über den Weg gelaufen und in den Song “On The Road” hatte ich mich nicht wegen der Kerouac-Hommage verliebt.

Ganz klar, dass dies der Song war, den meine Protagonistin hören musste, als sie in Kapitel 6 in ein (vermeintlich) neues Leben aufbricht, aus der Wohnung ihres Ex-Freundes aus- und in ihre eigene Wohnung einzieht:

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#4 Über Stolz & Handwerk.

“For sale: Baby shoes, never worn.”
(Ernest Hemingway)

Mit dieser Kürzestgeschichte hat Hemingway mal eine Wette gewonnen: Bei einem Lunch mit Freunden, hatte er um 10 Dollar gewettet, dass er in der Lage sei, eine ganze Geschichte in nur sechs Worten zu erzählen. So entstand eine der für mich traurigsten Stories überhaupt – und brauchte nicht mehr Platz als sich auf einer Serviette findet. Damit hat Hemingway – der nicht nur Autor, sondern auch Reporter und Kriegsberichtserstatter im Zweiten Weltkrieg war -, den Pott abgeräumt.

Möglicherweise hat sich der alte Mann dafür bei William R. Kanes “Little Shoes, never worn” (1917) oder bei einer gelesenenVerkaufsanzeige bedient. Aber Fakt ist, dass er mit seinem Six-Word-Flash in kürzester Zeit einen guten Beweis für meine Lieblingstheorie des Schreibens geliefert hat: In der Kürze liegt die Würze.

  1. Raus mit dem überflüssigen Ballast! Und zwar sowohl bei journalistischen und fiktionalen Texten als auch bei allem anderen. Don’t fasel, my friend.
  2. Es zählt nicht, wie viele, sondern welche Worte man wählt.

Es gehört nicht ganz zum Lern-Ansatz dieser Blogreihe, aber auch beim Twitter-Literat Florian Meimberg kann man in der Hinsicht eine Menge lernen. Denn auf seinem Account @tiny_tales ganze Romane in 140 Zeichen zu lesen sind: “Professor Soy nickte zufrieden, als er mit routinierten Stichen die Bauchdecke zunähte. Das Implantat war platziert. Der Zeitzünder aktiv.” Wenn jedes Wort so knackig sitzt, hat man seinen Job gut gemacht.

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#3 Über Stolz & Handwerk.

Du kriegst Presse, wenn du mir die Wahrheit erzählst.”
(Oliver Wagner)

Vorausgegangen war diesem weisen Spruch eine Diskussion darüber, dass jedes Interview ein Geschäft ist. Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass man als Interviewer nicht nur etwas vom anderen will, sondern auch der Gesprächspartner etwas von einem selbst, sind die Fronten im Wesentlichen schon mal geklärt.

Dass man selbst nichts hören will, was einem Pressemeldungen nicht längst mundfertig serviert haben, versteht sich von allein. Dass der andere einem oft am liebsten nichts anderes als das servieren will… nun ja. Aber man kann ihn wohlmöglich vom Gegenteil überzeugen. Denn Pressemeldungen wiederkäuen ist nicht nur clean, sondern auch langweilig – und zwar für alle Beteiligten, einschließlich Leser.

Und wenn’s mal unbequem wird, ist es wenigstens nicht öde. Hier kommen wir außerdem zu der zweiten (leicht abgewandelten, weil nicht mitgeschriebenen) Wagner’schen Weisheit: Kein ernstzunehmender Interviewpartner wird sauer, solange du deine Fragen gut vorbereitet hast.

Also: Stand tall, stand proud und mach den besten Deal, der sich rausholen lässt.

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#Groupon: Lucky Cut oder Schick in Schöneweide.

Seitdem ich 15 bin, färbe ich mir den Rotschopf selbst. Vor ein paar Jahren hab ich mir dann mal Friseur-Luxus gönnen wollen – und kam dunkelviolett behaart wieder aus dem Laden. War auch ganz hübsch, aber nicht das, was ich wollte. Nun ja, zu einem Psychobilly-Mann kriegt man ja zum Glück immer einen guten Friseur dazu, gratis quasi.

Und auch wenn Meiner-Einer sich mittlerweile von einem Freund den Flat scheren lässt, bin ich seinem alten Salon treu geblieben:

Lucky Cut

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Es wird ernst! – Save the date: 3.Oktober in Hamburg

rocknroulette:

Frau Bukowski, der Glumm und icke in Hamburg, auf einer Bühne… wie wäre das?

Ursprünglich veröffentlicht auf Candy Bukowski:

Jetzt aber wirklich: Wir müssen wahnsinnig sein!
Rocknroulette zappelt sich seit Monaten einen ab, Glumm spricht von Panikattacken, mir geht der Allerwerteste nicht minder auf Grundeis.

Aber! … wir wollen!
Und die Umfrage aus dem April, bei der wir wissen wollten, ob überhaupt irgendjemand Lust auf “Blogger lesen für Blogger” hätte, macht uns weiterhin Mut.

Seid Ihr noch dabei? Kommt Ihr? Trommelt Ihr mit für uns?
Gut. Weil wir nämlich viele brauchen, die uns unterstützen.
Was sich deutlich gezeigt hat, ist, dass wir einen Raum anmieten müssen.
Um sicher zu gehen, dass auch jeder Platz findet, der kommen möchte.
Kein Mensch will wie Hering in einem engen, stickigen Raum stehen, und hätte dabei den Nerv, zwei Stunden Geschichten zu hören.
Obwohl die natürlich super sind. Die Geschichten.
Und wir. Und ihr. Und überhaupt.

Wir kommen um einen Einrtritt von 5 Euro nicht herum, um zumindest anteilig, nur die Miete…

Original ansehen noch 101 Wörter

Die große Umfrage: Wie soll mein Roman heißen?

Freunde, es wird ernst: Gerade habe ich mit meinem freundlichen Verleger (“mein Verleger”… ich wollte das schon immer mal sagen! Juchhu!) einen Brainstorm zum finalen Romantitel samt Untertitel gehabt. Und weil diese Buchproduktion ja mit Publikumsbeteiligung funktioniert, konntet ihr schon vor Beginn des Crowdfundings aktiv werden.

Nach 24 Stunden habe ich die Umfrage nun geschlossen und das ist das Ergebnis!

UnbenanntAußerdem haben sich viele von euch die Mühe gemacht und mir sogar ausführliche Kommentare geschrieben, die ich hier auswerten möchte:

PRO “DRUCKSTAUEFFEKT”

  • auch wenn man nicht weiß, was es ist, fallen einem von Sex bis zu gesellschaftlicher Druck viele passende Interpretationen ein
  • es ist ein BÄM!-Wort (wie mein Verleger so schön sagte)
  • perfekt, sehr speziell, ganz großes Kino
  • man kann mit der Erklärung spielen (was ich auch vorhabe)

CONTRA “DRUCKSTAUEFFEKT”

  • keiner weiß, was das ist – es sei denn, er ist Tontechniker
  • unbekannte Worte sind schwer zu merken
  • es wirkt gewollt, zieht nicht – etwas mehr Emotion könnte besser sein
  • klingt nach Lohas – was aber nicht per se schlecht sein muss

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#Groupon: Warum ich gern einen Zweitmagen hätte: BiOriental Wochenmarkt am Maybachufer.

Wochenmärkte sind für mich der essbare Himmel auf Erden. Ich könnte stundenlang zwischen den Ständen herumschlendern: die bunten Farben von Obst und Gemüse genießen, die 1001 Düfte einatmen und mich vor allem von oben nach unten durchschlemmen.

Warum das am Maybachufer besonders gut geht:

BiOriental

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#Groupon: Flohmarkt im Mauerpark oder Der perfekte Sonntag.

Um mit einem Vorurteil gleich mal aufzuräumen: Der Mauerpark-Flohmarkt ist nicht nur was für Touristen. Natürlich lungern sie dort scharenweise herum, aber das ist kein Grund, um nach einer durchfeierten Samstagnacht nicht einen großartigen Sonntagmittag bis -nachmittag dort zu verbringen. Allzu verkatert und menschenfeindlich sollte man allerdings nicht gestimmt sein, denn eins ist der Mauerpark-Flohmarkt immer: proppenvoll.

Warum es an einem Sonntagmorgen dort trotzdem am schönsten ist:

Flohmarkt im Mauerpark

 

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Signed & Sealed: Der Verlagsvertrag.

Nachdem der Brief erst mal eine kleine Irrfahrt hinter sich bringen musste (von Freiburg zu meiner Berliner Packstation, die natürlich keine Briefe annimmt, zurück in den Süden und mit der endlich richtigen Adresse wieder retour), war gestern endlich der große Moment der Unterschrift gekommen…

20140714_205327_resizedBevor ich mit meinem schönsten Kugelschreiber meinen Namen in die Zeile “Autor” schrieb, musste ich eine Stelle im Vertrag wenigstens einmal kurz streicheln: nämlich “voraussichtlicher Erscheinungstermin: Frühjahr 2015″. Wow. Dass es jetzt wirklich ein Datum bekommen hat, war wie ein Realitätsflash. Ja! Ja, wenn mit dem Crowdfunding alles klappt, wird mein Traum in Druck und in Erfüllung gehen!

Was ich auch gestreichelt habe (und zwar mit Hingabe), war die Papierprobe, die mir der Verleger mitgeschickt hatte: unbehandeltes 270er Gmund Act Green Cotton, ein weiches Material aus 100% Baumwollfaser, welches für das Cover meiner Weichbroschüreinbands verwendet werden wird. Dazu kommen dann später noch

  • ein geprägter Titel
  • ein Vorsatz aus 110er Geese Alster, holzfrei und dezent gerippt
  • der Buchblock aus 90er Geese Alster Werkdruck, geglättet, holzfrei und alterungsbeständig
  • Versatzdruck für ein klares Schriftbild
  • ein gerundeter Rücken sowie Kapital- und Zeichenband mit dem Farbton “meiner” Edition

Bis dahin liegt zwar noch viiiiel Arbeit vor mir, aber ich kann’s gar nicht abwarten, auch das Endergebnis zu streicheln.

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#Groupon: Berliner Subkulturen oder Wo die Verrückten sind.

Ich habe ja mal bei Groupon gearbeitet und der Firma sagt man einen Fluch nach: Wenn man kündigt, kommt man wieder. So war es auch bei mir – allerdings kehrte ich nicht in meinen alten Job zurück, sondern wurde einer der Groupon-Lifestyle-Blogger. Die Plattform mit Tipps von Berlinern für Berliner ist seit gestern online, und dies ist mein erster Artikel über die weitgefächerten Möglichkeiten der Clubszene en miniature:

Nein, hier geht es mal nicht um Hipster: Rote-Kreuz-Vintage-Look, Hornbrille, Jutebeutel… Die sollen ruhig im St. Oberholz auf ihren Macs tippen oder den Schaum-Schnörkel auf ihrem fettfreien Soja-Latte per Instagram ins rechte Licht rücken. Mitläufer hat es in Berlin immer schon gegeben, modisch und auch sonst. Aber zum Glück nicht nur: Da sind nämlich auch noch die fantasievollen Eskapisten, die sich ihren ganz eigenen Kosmos schaffen – aber dazu später.

Berliner Subkulturen

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